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Mietrecht: Besuch in der Mietwohnung


Natürlich hat der Mieter das Recht in der Mietwohnung Freunde, Familie und Bekannte als Besuch zu empfangen. Grundsätzlich kann dieses Recht auch nicht beschränkt werden. Etwas anderes kann jedoch dann gelten, wenn von dem Besuch nicht hinnehmbare Belästigungen für die weiteren Mieter oder den Vermieter ausgehen.

 

Für Schäden, die der Besuch verursacht, muss der Vermieter einstehen. Doch eine Kündigung vermag dies kaum zu rechtfertigen; eine Abmahnung hingegen schon, sofern eine gewisse Schwere der Beeinträchtigungen und Belästigungen gegeben ist. Wird die Beeinträchtigung danach nicht abgestellt, kann auch eine ordentliche Kündigung gerechtfertigt sein.

 

Abzugrenzen ist der Besuch von der genehmigungspflichtigen Gebrauchsüberlassung, die der Vermieter zustimmen muss. Ein Besuch über 3 Monate, übeschreitet dabei das gewöhnliche Mass eines Besuchs.

 


keine fristlose Kündigung wegen hoher Besuchshäufigkeit in Mietwohnung: Der Vermieter muß es hinnehmen, wenn die Besuchshäufigkeit bei ausländischen Mietern infolge der Trennung von ihrer Heimat intensiver ist als bei deutschen Mietern.AG Spandau, Urteil vom 19.05.1989, Az: 7 C 141/89 


Ein Verbot nächtlichen Damenbesuchs (oder Herrenbesuchs) ist auch dann sittenwidrig, wenn der Vermieter dafür nur einen niedrigeren Mietpreis verlangt.AG Tübingen, Urteil vom 19.06.1978, Az: 6 C 381/78


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