Trittschall Dämmung in Wohnungseigentumsanlagen
OLG München 34. Zivilsenat, Beschluss vom 09.01.2008 , Az: 34 Wx 114/07
1. Der maximal zulässige Trittschall in Wohnungseigentumsanlagen kann nicht ausschließlich der DIN 4109 entnommen werden. Die zulässigen Werte sind vielmehr unter Berücksichtigung des besonderen Gepräges des betroffenen Gebäudes für den Einzelfall zu ermitteln.
2. Waren die bei Errichtung des Wohngebäudes erreichten und prägenden Trittschallwerte erheblich besser als nach der damals geltenden DIN, so bildet auch die im Zeitpunkt der nachteiligen Veränderung des Bodenbelags gültige DIN nicht die maximale Obergrenze, bis zu der eine Trittschalldämmung verlangt werden kann (siehe schon Senat vom 25. Juni 2007, 34 Wx 020/07, ZMR 2007, 809; Klarstellung zu Senat vom 18. Juli 2005, 34 Wx 063/05, OLG-Report 2005, 645, und vom 10. April 2006, 34 Wx 021/06, ZMR 2006, 643).
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